Helga Daub - Ihre Bundestagsabgeordnete für das Siegerland -

Sonntag, 5. September 2010
02.06.2010

TBC: Neue Erkenntnisse über eine alte Krankheit

Von links: Dr. Martin Springsklee, Prof. Dr. Dr. Stefan Kaufmann, Helga Daub MdB, Dr. Joris Vandeputte, Dr. Gary Geipel. Bilder kann vergrößert werden
Von links: Dr. Martin Springsklee, Prof. Dr. Dr. Stefan Kaufmann, Helga Daub MdB, Dr. Joris Vandeputte, Dr. Gary Geipel.
Über 70 Zuhörer aus Forschung, Politik, Nichtregierungsorganisationen und Gesellschaft fanden sich Ende Mai im Fraktionssaal der FDP im Reichstag zusammen, um sich auf Einladung des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und Helga Daub, MdB, Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für Gesundheit in Entwicklungsländern, über die neuesten Erkenntnisse in der Bekämpfung von Tuberkulose berichten zu lassen. Helga Daub lobte dabei den deutschen Beitrag zur weltweiten Bekämpfung der Krankheit.

 

Professor Dr. Dr. Stefan Kaufmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin sprach über Herausforderungen und Chancen bei Impfstoffen gegen Tuberkulose.

Dr. Martin Springsklee, Vice President Global Medical Affairs der Bayer Schering Pharma berichtete über den Entwicklungsstand eines schon bewährten Antibiotikums im neuen Einsatzfeld gegen Tuberkulose.

Über die Herausforderung Tuberkulose für Afrika und Europa referierte Dr. Joris Vandeputte, Senior Vice President der Tuberculosis Vaccine Initiative. Der Blick war auf Forschung und Entwicklung, aber auch auf innovative Finanzierungsmethoden gerichtet.

Dr. Gary Geipel, Director Corporate Affairs der Lilly Deutschland GmbH, gewährte mit "Neuen Wegen zur Behandlung einer alten Krankheit" Einblicke in den Technologietransfer zur Bekämpfung der Tuberkulose.


Helga Daub MdB Bilder kann vergrößert werden
Helga Daub MdB
Helga Daub fasste nach der Diskussionsrunde zusammen, was viele dachten:
"Wir alle kennen die Krankheit Tuberkulose. Aber ich habe heute wieder viel neues gelernt, auch erschreckendes, was die Ausbreitung und die Schwierigkeiten in der Bekämpfung dieser Krankheit betrifft. Mir ist es wichtig, dass wir als Abgeordnete, dass die Politik insgesamt eine große Verantwortung trägt, die Bekämpfung dieser Krankheit zu verstärken, und auch bereit ist, diese zu übernehmen. Die finanzielle Unterstützung für Tuberkulosebehandlungsprogramme über den deutschen Beitrag zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM) ist ein klarer Beleg dafür. Und wir wollen gerne noch mehr tun. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung arbeitet derzeit an neuen Konzepten zur Förderung auch von Forschungs- und Entwicklungsprogrammen für Impfstoffe und Medikamente gegen Krankheiten armer Länder. Ich freue mich besonders, dass es in dieser Legislaturperiode gelungen ist, den Unterausschuss für Gesundheit in den Entwicklungsländern einzusetzen. Wir werden alsbald möglich das Thema Tuberkulose auf die Tagesordnung des Unterausschusses setzen. Tuberkulose ist nicht nur eine Krankheit der Entwicklungsländer, sondern auch eine Europas. Wir als Europäer haben eine Chance, gemeinsam mit den Entwicklungsländern diesen Kampf zu gewinnen. Ein langer und, ja, auch kostspieliger Weg, der nicht nur die Behandlung, sondern insbesondere auch die Forschung und die Umsetzung in neue Medikamente, die Stabilisierung von Gesundheitssystemen und und und ... beinhalten muss. Hier gilt es noch einige neue Pfade zu betreten, und einige schon bekannte schneller zu begehen. Ich denke, dass wir eine Pflicht haben, in der Tuberkulosebekämpfung neue Akzente zu setzen. Und wir als Politiker möchten gerne weiterhin und verstärkt beitragen."

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