Falsches Zitat von helga Daub verwendet
Hier kommt der Artikel:
"Das industrielle Herz schlägt in Südwestfalen"
28.04.2010 / Politik
Autor: Winfried Dolderer
Berlin. Industrieregion im Grünen, warum nicht. Damit könnte sich Patrick Sensburg wohl anfreunden. Auch wenn der Begriff von Willi Brase stammt, mit dem er ansonsten nicht durchweg einer Meinung ist, wie das zwischen Christ- und Sozialdemokraten gelegentlich vorkommt. Sensburg findet Südwestfalen als "ländlichen Raum" unpassend charakterisiert, und das immerhin sieht Brase ähnlich.
Paul-Löbe-Haus, Berlin, vierter Stock. Durch die halbrunde Glasfront schweift der Blick über den endlich ergrünenden Tiergarten zu den Hochhäusern am Potsdamer Platz. Ein nicht minder imposantes Bild bietet sich, wenn man aus dem Raum heraus auf den Gang tritt und aus erhöhter Warte das Kanzleramt vor sich hat. Hierhin hat die WESTFALENPOST Abgeordnete aus der Heimatregion eingeladen. Zu Erbsensuppe, Obsttellerchen, nichtalkoholischen Getränken. Und einem Gedankenaustausch unter der Moderation von Martin Korte, Newsdeskleiter der WP, über südwestfälische Verhältnisse.
Das Thema ländlicher Raum oder grüne Industriezone ist eines von mehreren. "Wir haben im Sauerland mehr produzierendes Gewerbe als im Ruhrgebiet", ereifert sich Sensburg, der CDU-Mann aus Brilon, und erbietet sich, wenn man ihm nur genug Zeit gebe, einmal eine Liste aller Weltmarktführer aus der "Power-Region" zu rezitieren: "Bei uns passiert doch richtig was."
Ja, das ist wohl so: "Wir sind in Südwestfalen das industrielle Herz in NRW mit einer sehr hervorragenden, heimatverbundenen Arbeitnehmerschaft", sagt Brase, Sozialdemokrat und DGB-Chef in Siegen-Olpe-Wittgenstein, der indes nicht nur Anlass zur Zufriedenheit sieht. Er nennt die "sehr zurückhaltende Einschätzung der politischen Lage durch die Menschen", die ihn für die Wahlbeteiligung am 9. Mai Schlimmes ahnen lässt. Er nennt auch die demographische Entwicklung: "Wir alle haben in den nächsten 20 Jahren das Problem, dass Leute wegziehen." Der "Trend Richtung Rheinschiene und Frankfurt" sei ungebrochen, "manche Spitzenkraft kriegen wir nicht, weil wir verkehrsmäßig bescheiden angebunden sind". Wie lassen sich Hochqualifizierte bewegen, sich auf Dauer und nicht nur, wie es von Professoren an der Siegener Uni heißt, zwischen Dienstag und Donnerstag in Südwestfalen aufzuhalten? "Da haben wir effektiv Probleme, weil die Region mit ihren Angeboten nicht attraktiv ist."
Sorgen also. Und damit nicht genug: Ist die Wirtschaftskrise schon ausgestanden? Da ist denn doch zu hören, wer derzeit in Bund und Land Regierung ist und wer Opposition, die Antworten aus sozialdemokratischem Mund klingen skeptischer. Dagmar Freitag aus Iserlohn beklagt 100 verlorene Arbeitsplätze nach dem Ende von Thyssen-Krupp in Werdohl: "Wenn ein so großer Konzern nicht in der Lage ist, 100 Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten, halte ich das für katastrophal. Arbeitsdirektoren sind dazu da, Arbeit zu organisieren und nicht Arbeitslosigkeit."
Der Hagener René Röspel gibt zu bedenken, dass Südwestfalen derzeit fünf Prozent aller Kurzarbeiter in Deutschland zählt: "Man merkt schon diese Angst. Da zittern viele, die nicht wissen, wie das in ihrem Laden weitergeht."
Christel Humme aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis beklagt Defizite im Bildungswesen: "Der Fachkräftemangel ist heute schon eklatant. Wie löse ich in Zukunft die wirtschaftlichen Probleme?"
Hingegen die CDU-Leute: Von einer "gesundenden wirtschaftlichen Entwicklung" spricht Matthias Heider aus Lüdenscheid, und auch Sensburg findet, man stehe nicht am Anfang eines "Bergab", sondern eines "Bergauf". Als er dann freilich noch erwähnt, dass nach seiner Ansicht der Landesregierung ein Verdienst daran zukomme, platzt seinem Nebenmann der Kragen: "Haben wir jetzt Wahlkampf oder was", bullert Brase.
Heider steht beim Thema Pkw-Maut übrigens allein auf weiter Flur - als einziger Politiker in der Runde befürwortet er die Abgabe. Zu einer zusätzlichen Belastung der Autofahrer dürfe die Maut aber selbstverständlich nicht führen.
Dass Südwestfalen in der Statistik der Unternehmensneugründungen und mit der Ausbildungsquote nicht so gut dastehe, darauf weisen der junge Liberale Johannes Vogel und seine Parteifreundin Helga Daub hin. Und wenn er schon mal bei der Selbstkritik ist: Man könne "nicht darum herumreden, dass der Start der neuen Bundesregierung von den meisten Bürgern als holprig wahrgenommen wurde".
Sie sei aber auch in schwereren Zeiten gestartet als andere vor ihr, wendet Sensburg ein. "Kosovo 1998", ruft Röspel zur Erinnerung, dass auch Rot-Grün es nicht leicht hatte, und Brase bullert wieder los: "Das erklären Sie mal den Leuten draußen, die lachen Sie aus."
Wahlkampfzeiten. Ob Hannelore Kraft sich nicht doch noch etwas deutlicher von einer Kooperation mit den Linken distanzieren könnte, möchte zu guter Letzt WP-Chefredakteur Bodo Zapp von den Sozialdemokraten im Raum wissen. Doch die mögen sich den Schuh gar nicht anziehen. "Je mehr die SPD gewählt wird, desto weniger wird die Linke gewählt, und dann haben wir das Problem gar nicht", sagt Petra Crone aus Kierspe. Röspel meint, er habe an der Existenz der Linken kein Interesse. "Es hätte nie eine Partei links von der SPD geben sollen", seufzt Brase.
Zitat: Bei uns passiert doch richtig was. Patrick Sensburg
Zitat: Wir sind in Südwestfalen das industrielle Herz in NRW mit einer heimatverbundenen Arbeitnehmerschaft. Willi Brase
Bild 1: Patrick Sensburg (CDU): Wir haben eine Power-Region. Bei uns passiert doch richtig was.
Bild 1: Petra Crone (SPD): Je mehr die SPD gewählt wird, desto weniger wird die Linke gewählt.
Bild 1: Dagmar Freitag (SPD): Arbeitsdirektoren sind dazu da, Arbeit zu organisieren und nicht Arbeitslosigkeit.
Bild 1: Johannes Vogel (FDP): Der Start der neuen Bundesregierung wurde von den Bürgern als holprig wahrgenommen.
Bild 1: Willi Brase (SPD): Wir alle haben in den nächsten 20 Jahren das Problem, dass Leute wegziehen.
Bild 1: Christel Humme (SPD): Wir haben Defizite im Bildungswesen. Der Fachkräftemangel ist heute schon eklatant
Bild 1: Matthias Heider (CDU): Zu einer zusätzlichen Belastung der Autofahrer darf die Maut nicht führen. Fotos (9): Yvonne Szallies
Bild 1: Helga Daub (FDP): Südwestfalen steht mit der Ausbildungsquote nicht so gut da.
Dazu erklärt Helga Daub: "Dieses Aussage habe ich nie getätigt, denn ich weiß, dass eher das Gegenteil der Fall ist."
Bild 1: René Röspel (SPD): Da zittern viele, die nicht wissen, wie das in ihrem Laden weitergeht.
''Das industrielle Herz schlägt in Ostwestfalen''
Folgender Artikel erschien am 28.04.2010 in der Westfalenpost. Er gibt leider die Aussagen von Helga Daub in einem wichtigen Punkt, nämlich der Ausbildungsquote in Südwestfalen, nicht korrekt wieder. Die FDP-Bundestagsabgeordnete aus Wilnsdorf bei Siegen ist nämlich entgegen der Aussage des Autors ganz und gar nicht der Meinung, die Ausbildungsquote in Siegen-Wittgenstein sei schlecht. Zu dem Thema selbst hatte sich Helga Daub in dem Redaktionsgespräch allerdings gar nicht geäußert. Der entsprechende Satz im Bericht und eine dazu gehörende Bildunterzeile sind deswegen schlicht falsch.Hier kommt der Artikel:
"Das industrielle Herz schlägt in Südwestfalen"
28.04.2010 / Politik
Autor: Winfried Dolderer
Berlin. Industrieregion im Grünen, warum nicht. Damit könnte sich Patrick Sensburg wohl anfreunden. Auch wenn der Begriff von Willi Brase stammt, mit dem er ansonsten nicht durchweg einer Meinung ist, wie das zwischen Christ- und Sozialdemokraten gelegentlich vorkommt. Sensburg findet Südwestfalen als "ländlichen Raum" unpassend charakterisiert, und das immerhin sieht Brase ähnlich.
Paul-Löbe-Haus, Berlin, vierter Stock. Durch die halbrunde Glasfront schweift der Blick über den endlich ergrünenden Tiergarten zu den Hochhäusern am Potsdamer Platz. Ein nicht minder imposantes Bild bietet sich, wenn man aus dem Raum heraus auf den Gang tritt und aus erhöhter Warte das Kanzleramt vor sich hat. Hierhin hat die WESTFALENPOST Abgeordnete aus der Heimatregion eingeladen. Zu Erbsensuppe, Obsttellerchen, nichtalkoholischen Getränken. Und einem Gedankenaustausch unter der Moderation von Martin Korte, Newsdeskleiter der WP, über südwestfälische Verhältnisse.
Das Thema ländlicher Raum oder grüne Industriezone ist eines von mehreren. "Wir haben im Sauerland mehr produzierendes Gewerbe als im Ruhrgebiet", ereifert sich Sensburg, der CDU-Mann aus Brilon, und erbietet sich, wenn man ihm nur genug Zeit gebe, einmal eine Liste aller Weltmarktführer aus der "Power-Region" zu rezitieren: "Bei uns passiert doch richtig was."
Ja, das ist wohl so: "Wir sind in Südwestfalen das industrielle Herz in NRW mit einer sehr hervorragenden, heimatverbundenen Arbeitnehmerschaft", sagt Brase, Sozialdemokrat und DGB-Chef in Siegen-Olpe-Wittgenstein, der indes nicht nur Anlass zur Zufriedenheit sieht. Er nennt die "sehr zurückhaltende Einschätzung der politischen Lage durch die Menschen", die ihn für die Wahlbeteiligung am 9. Mai Schlimmes ahnen lässt. Er nennt auch die demographische Entwicklung: "Wir alle haben in den nächsten 20 Jahren das Problem, dass Leute wegziehen." Der "Trend Richtung Rheinschiene und Frankfurt" sei ungebrochen, "manche Spitzenkraft kriegen wir nicht, weil wir verkehrsmäßig bescheiden angebunden sind". Wie lassen sich Hochqualifizierte bewegen, sich auf Dauer und nicht nur, wie es von Professoren an der Siegener Uni heißt, zwischen Dienstag und Donnerstag in Südwestfalen aufzuhalten? "Da haben wir effektiv Probleme, weil die Region mit ihren Angeboten nicht attraktiv ist."
Sorgen also. Und damit nicht genug: Ist die Wirtschaftskrise schon ausgestanden? Da ist denn doch zu hören, wer derzeit in Bund und Land Regierung ist und wer Opposition, die Antworten aus sozialdemokratischem Mund klingen skeptischer. Dagmar Freitag aus Iserlohn beklagt 100 verlorene Arbeitsplätze nach dem Ende von Thyssen-Krupp in Werdohl: "Wenn ein so großer Konzern nicht in der Lage ist, 100 Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten, halte ich das für katastrophal. Arbeitsdirektoren sind dazu da, Arbeit zu organisieren und nicht Arbeitslosigkeit."
Der Hagener René Röspel gibt zu bedenken, dass Südwestfalen derzeit fünf Prozent aller Kurzarbeiter in Deutschland zählt: "Man merkt schon diese Angst. Da zittern viele, die nicht wissen, wie das in ihrem Laden weitergeht."
Christel Humme aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis beklagt Defizite im Bildungswesen: "Der Fachkräftemangel ist heute schon eklatant. Wie löse ich in Zukunft die wirtschaftlichen Probleme?"
Hingegen die CDU-Leute: Von einer "gesundenden wirtschaftlichen Entwicklung" spricht Matthias Heider aus Lüdenscheid, und auch Sensburg findet, man stehe nicht am Anfang eines "Bergab", sondern eines "Bergauf". Als er dann freilich noch erwähnt, dass nach seiner Ansicht der Landesregierung ein Verdienst daran zukomme, platzt seinem Nebenmann der Kragen: "Haben wir jetzt Wahlkampf oder was", bullert Brase.
Heider steht beim Thema Pkw-Maut übrigens allein auf weiter Flur - als einziger Politiker in der Runde befürwortet er die Abgabe. Zu einer zusätzlichen Belastung der Autofahrer dürfe die Maut aber selbstverständlich nicht führen.
Dass Südwestfalen in der Statistik der Unternehmensneugründungen und mit der Ausbildungsquote nicht so gut dastehe, darauf weisen der junge Liberale Johannes Vogel und seine Parteifreundin Helga Daub hin. Und wenn er schon mal bei der Selbstkritik ist: Man könne "nicht darum herumreden, dass der Start der neuen Bundesregierung von den meisten Bürgern als holprig wahrgenommen wurde".
Sie sei aber auch in schwereren Zeiten gestartet als andere vor ihr, wendet Sensburg ein. "Kosovo 1998", ruft Röspel zur Erinnerung, dass auch Rot-Grün es nicht leicht hatte, und Brase bullert wieder los: "Das erklären Sie mal den Leuten draußen, die lachen Sie aus."
Wahlkampfzeiten. Ob Hannelore Kraft sich nicht doch noch etwas deutlicher von einer Kooperation mit den Linken distanzieren könnte, möchte zu guter Letzt WP-Chefredakteur Bodo Zapp von den Sozialdemokraten im Raum wissen. Doch die mögen sich den Schuh gar nicht anziehen. "Je mehr die SPD gewählt wird, desto weniger wird die Linke gewählt, und dann haben wir das Problem gar nicht", sagt Petra Crone aus Kierspe. Röspel meint, er habe an der Existenz der Linken kein Interesse. "Es hätte nie eine Partei links von der SPD geben sollen", seufzt Brase.
Zitat: Bei uns passiert doch richtig was. Patrick Sensburg
Zitat: Wir sind in Südwestfalen das industrielle Herz in NRW mit einer heimatverbundenen Arbeitnehmerschaft. Willi Brase
Bild 1: Patrick Sensburg (CDU): Wir haben eine Power-Region. Bei uns passiert doch richtig was.
Bild 1: Petra Crone (SPD): Je mehr die SPD gewählt wird, desto weniger wird die Linke gewählt.
Bild 1: Dagmar Freitag (SPD): Arbeitsdirektoren sind dazu da, Arbeit zu organisieren und nicht Arbeitslosigkeit.
Bild 1: Johannes Vogel (FDP): Der Start der neuen Bundesregierung wurde von den Bürgern als holprig wahrgenommen.
Bild 1: Willi Brase (SPD): Wir alle haben in den nächsten 20 Jahren das Problem, dass Leute wegziehen.
Bild 1: Christel Humme (SPD): Wir haben Defizite im Bildungswesen. Der Fachkräftemangel ist heute schon eklatant
Bild 1: Matthias Heider (CDU): Zu einer zusätzlichen Belastung der Autofahrer darf die Maut nicht führen. Fotos (9): Yvonne Szallies
Bild 1: Helga Daub (FDP): Südwestfalen steht mit der Ausbildungsquote nicht so gut da.
Dazu erklärt Helga Daub: "Dieses Aussage habe ich nie getätigt, denn ich weiß, dass eher das Gegenteil der Fall ist."
Bild 1: René Röspel (SPD): Da zittern viele, die nicht wissen, wie das in ihrem Laden weitergeht.
Grünkohlessen in Hohenlimburg / Hagen
Helga Daub (2.v.r.) und Angela Freimuth (2.v.l.) in Hohenlimburg.
Zusammen mit der FDP-Bezirksvorsitzenden und Landtags-Vizepräsidentin Angela Freimuth war die Bundestagsabgeordnete Helga Daub zu Gast beim alljährlichen Grünkohlessen der FDP in Hohenlimburg / Hagen.